Basics: Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination

Hallo liebe Fitness-Freunde,

nachdem ich euch bereits die sportmotorischen Fähigkeiten Kraft und Ausdauer erläutert habe, will ich euch abschließend zu diesem Thema die Fähigkeiten Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination nicht vorenthalten. 🙂

Wenn man diese Begriffe liest, denkt man sich vielleicht: Wofür brauche ich das? Ist das wichtig? Um es kurz zu machen: JA! Die Schnelligkeit spielt allerdings eher eine untergeordnete Rolle und ist im Bereich des Leistungssports von Interesse. Die Beweglichkeit und die Koordination hingegen sind sogar sehr wichtig. Gerade die Beweglichkeit wird in der Praxis oft unterschätzt.

Aber fangen wir von Vorne an. Beweglichkeit. Was ist das?
Nach MARTIN/CARL/LEHNERTZ ist das die Fähigkeit des neuromuskulären Systems, Bewegungen mit der erforderlichen, optimalen bzw. maximalen Schwingungsweite in den beteiligten Gelenken willkürlich oder unwillkürlich ausführen zu können.

Wer sich vielleicht an meinen Beitrag über „falsches Training nach Verletzungen“ erinnern kann, wird anhand der Definiton schon erkennen, wie wichtig die Beweglichkeit ist. Denn oft ist die Beweglichkeit nach einer Verletzung oder Operation stark eingeschränkt oder schlichtweg nicht mehr vorhanden. Und das kann sich auf weitere Bereiche im Körper ausdehnen.

Auch nimmt im Alter die Beweglichkeit oft stark ab. Das ist dann eine Einschränkung der alltags- und gesamtkörperbezogenen Beweglichkeit.
Bei aktiven Sportlern ist die spezielle oder auch sportartbezogene Beweglichkeit von Bedeutung. Sie dient der optimalen Bewegungsausführung und verringert die Verletzungsgefahr.

Wie kann ich also meine Beweglichkeit verbessern bzw. beibehalten?

Ganz einfach: Mit entsprechenden Dehnmethoden!

Hierfür gibt es mehrere Methoden. Wenn ihr daran interesse habt, schreibt mir einfach oder nutzt das Kontaktformular.

Grundsätzlich sollte man aber einige Grundregeln beim Dehnen beachten:

  • dem Dehnen sollte ein mindestens 5-minütiges allgemeines Aufwärmen vorausgehen
  • die Dehngrenze/Schmerzgrenze sollte nicht überschritten werden
  • die Dehnposition langsam einnehmen und die Dehnung mindestens 10 Sekunden halten
  • während der Dehnung ruhig weiteratmen

Koordination

Auch die Koordination ist, neben der Beweglichkeit, nicht außer Acht zu lassen. Der Begriff stellt ein komplexes Geschehen da und wird laut HOLLMANN/HETTINGER wie folgt definiert:

Die Koordination ist das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes.

MEINEL und SCHNABEL differenzieren die Koordination in die folgenden Erscheinungsformen:

  1. räumliche Orientierungsfähigkeit (Bestimmung der Lage und der Veränderung durch Bewegung des Körpers im Raum und in der Zeit)
  2. Gleichgewichtsfähigkeit (das Erhalten und die Wiederherstellung des Gleichgewichts nach umfangreicher Körperverlagerung)
  3. Reaktionsfähigkeit (Einleitung und Ausführung zweckmäßiger kurzzeitiger motorischer Aktionen auf ein Signal)
  4. Rythmusfähigkeit (die Übernahme eines existierenden Rhythmus in eine Bewegung)
  5. kinästhetische Differenzierungsfähigkeit (große Bewegungsökonomie und -genauigkeit)
  6. Kopplungsfähigkeit (Teilkörperbewegungen werden untereinander bzw. in Beziehung zueinerander optimiert)
  7. Umstellungsfähigkeit (Anpassung an neue Gegebenheiten)

Ich weiß, das ist alles sehr theoretisch. 🙂 Und das soll es auch bleiben. Ihr könnt aber erkennen, dass die Koordination einen großen Bereich umfasst.

Wie kann ich das nun trainieren?

Zu allererst sei gesagt, dass das Koordinationstraining immer vor dem Krafttraining gemacht werden sollte. Denn seid ihr durch das Krafttraining ermüdet, könnt ihr die Koordination nicht mehr sauber ausführen und das Verletzungsrisiko steigt.

Die Übungen für ein Koordinationstraining sind sehr umfangreich. Beispiele dafür sind Übungen mit dem Wackelpad, Übungen mit Tempo- und Rythmuswechsel, Hindernisläufe, Balancieren und so weiter und so weiter….

Auch hier solltet ihr euch von einem Trainer beraten lassen. Er erkennt in entsprechenden Testverfahren eure körperlichen Defizite und kann anschließend für euch maßgeschneiderte Übungen zusammenstellen. 🙂


Schnelligkeit

MARTIN/CARL/LEHNERTZ definieren die Schnelligkeit bei sportlichen Bewegungen als die Fähigkeit, auf einen Reiz bzw. ein Signal hin schnellstmöglich zu reagieren und/oder Bewegungen bei geringen Widerständen mit höchster Geschwindigkeit durchzuführen.

Da dies, wie bereits oben geschrieben, eher für den Leistungssport von Bedeutung ist, gehe ich hier an dieser Stelle nicht näher auf das Thema ein. Gerne beantworte ich aber Fragen dazu.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen und interessanten Einblick geben. Falls ihr Fragen habt, schreibt mir. 🙂

Über Kommentare und like würde ich mich freuen 🙂

Danke
Euer Fitness-Coach

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