Auf Reisen: Kurztrip nach Berlin

Hallo liebe Leser,

nach einer stressigen Arbeitszeit wollten meine Freundin und ich mal raus… was bietet sich da besser an als ein Kurztrip nach Berlin?

Vorab gesagt: Es war sehr, sehr schön und unglaublich heiß!!! Wer hätte gedacht, dass es Anfang September noch Temperaturen um 30 Grad gibt?

Wir Deutschen lieben es ja, uns über das Wetter zu beschweren. 🙂

Der Sommer zu kalt und zu regnerisch und wenn der Herbst kommt, was sollen dann die heißen Temperaturen? Schlimmes Wetter in Deutschland. Und überhaupt…. früher war alles besser. 😀

Wir haben uns natürlich auch beschwert… aber mal ganz ehrlich: Es konnte doch eigentlich fast nicht besser sein! Ein Trip nach Berlin zu Herbstbeginn und dann bei diesem Traumwetter! 🙂

Aber nun lassen wir das mal mit dem Wetter… was stand also auf unserer To-Do-Liste? Ich würde sagen die üblichen „Touri-Ziele“:

Tag 1 / Anreisetag:

Allem voran natürlich eine Spree-Tour. Das kann ich jedem nur empfehlen. Denn hier kann man sich einen wirklich tollen Überblick über die Stadt verschaffen. Wir sind vom Märkischen Ufer (Jannowitzbrücke) aus gestartet und haben uns für die 3,5 Stunden-Tour entschieden. Die kostet 24 EUR pro Person, aber es wird einiges geboten. Die Fahrt wird live kommentiert und man erfährt so noch einiges Wissenswertes über die Hauptstadt.

 

Im Anschluss haben wir uns zu Fuß noch ein wenig durch das schöne Nikolaiviertel bewegt und haben den Abend mit einem schönen Essen ausklingen lassen. Man muss dazu sagen, dass das Essen im Bereich des Nikolaiviertels natürlich etwas teurer ist. Man hat aber schon eine große Auswahl.

Wir haben uns letztendlich für das Cana Restaurant entschieden. Es liegt am Märkischen Ufer / Neue Roßstraße und bietet eine große Auswahl an arabischen Spezialitäten.

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Tag 2:

Am zweiten Tag stand eine Hop-On-Hopp-Off-Tour auf dem Plan. Wir sind vom Hotel aus zum Brandenburger Tor gefahren, da dort, am Platz des 18. März, ein zentraler Haltepunkt für die insgesamt sechs Tour-Anbieter ist. Wir waren bereits um kurz nach 9 Uhr morgens da und mussten feststellen, dass dort leider nichts ausgeschildert ist, was auf diese Tour-Busse hinweist. So sind wir erstmal planlos da rum gelaufen, bis irgendwann die ersten Mitarbeiter der Unternehmen auftauchten. Man erkennt sie an ihren gelben oder roten T-Shirts. 🙂

Wir haben uns für einen roten Bus und die klassische Tour entschieden. Sie dauert 2 Stunden und kostet 20 EUR pro Person. Die Preise sind bei allen Anbietern ungefähr gleich. Auf der Fahrt kann man an jeder Haltestelle aussteigen und in einen der nächsten Busse wieder einsteigen. Das Ticket ist 24 Stunden gültig.

Auf dem Plan standen natürlich unter anderem das Brandenburger Tor, Schloss Bellevue, die Siegessäule, der Potsdamer Platz, der Checkpoint Charlie, der Gendarmenmarkt und das KaDeWe. Von Letzterem bin ich allerdings schon etwas enttäuscht. Ja, es ist pompös. Aber mal ehrlich: Es ist und bleibt ein Kaufhaus. Allerdings mit exklusiven Läden. H&M wird man dort wohl eher nicht finden, glaube ich. 🙂

Im Anschluss hatten wir die Gelegenheit, das Reichstagsgebäude zu besichtigen. Leider berieten unsere geschätzten Politiker an diesem Wochenende wohl das kommende Haushaltsjahr, sodass wir den Reichstag selbst nicht sehen konnten und uns auf die Dachterrasse und die Reichstagskuppel beschränken mussten. Der Ausblick über die Stadt und die gewaltige Kuppel beeindruckten aber auch schon sehr.

Am Abend zog es uns noch einmal in das Nikolaiviertel, wo wir beim Italiener bei einer wahnsinnigen Aussicht auf den Berliner Dom und einem späteren romantischen Sonneruntergang eine klassische Pizza gegessen haben.

Tag 3:

Highlight dieses Tages war der Besuch des Schlosses Bellevue. Denn dort fand der Tag der offen Tür statt. Der Eintritt war kostenlos und es wurde wirklich eine Menge geboten. Neben einer riesigen Auswahl an Speisen und Getränken (und das für wirklich günstige Preise) spielte unter anderem das Daimler Sinfonieorchester. Die ca. 30 minütige Schlossbesichtigung wurde mit einem Live-Auftritt unseres Bundespräsidenten Joachim Gauck und seiner Frau Daniela Schadt gekrönt. Ich muss sagen, ein wirklich symphatischer Mann, den man gern mal in den Arm nehmen würde. 🙂

In der Nähe des Schlosses befindet die Siegessäule und natürlich der riesengroße Tiergarten, die größte Grünfläche Berlins. Gerade bei den Temperaturen war es herrlich auf einer Bank unter den massiven Bäumen zu sitzen.

Mit der U-Bahn und Bussen ging es dann weiter zur East-Side-Gallery. Ich muss an dieser Stelle kurz etwas zum öffentlichen Personennahverkehr Berlins sagen. Ein Tagesticket kostet 7 EUR und man kann sowohl U-Bahnen, als auch S-Bahnen und Busse nutzen. Das Netz ist gut strukturiert und man muss nicht lange auf seine Anschlussmöglichkeiten warten. Allerdings solltet ihr ein Smartphone griffbereit haben. 😀  Wir haben Apple-Maps genutzt. Dort kann mich sich schön komfortabel die Route mit allen Zwischenhaltestellen usw. anzeigen lassen.

Die East-Side-Gallery ist das längste erhaltene Teilstück der Berliner Mauer. Es  wurde, laut Info, von 118 Künstlern aus 21 Ländern auf einer Länge von 1316 Metern bemalt. Es gibt wirklich tolle Bilder und man sollte es mal gesehen haben.

Was bei einer Berlin-Trip auch nicht fehlen sollte, ist eine Nacht-Tour. Sämtliche Fassaden der beeindruckenden Gebäude werden bei Dunkelheit angestahlt. Erwähnenswert sind hier natürlich das Brandenburger Tor, der Reichstag, der Potsdamer Platz mit dem DB-Haus und dem Sony Center und natürlich das Schloss Bellevue.

Tag 4 / Abreisetag:

Am Morgen der Abreise stellt man fest, dass die Zeit eigentlich gar nicht gereicht hat, um wirklich alles zu sehen. Es gibt noch so vieles zu entdecken. Da wäre noch die Gedenkstätte Berliner Mauer, unzählige Museen, Kirchen usw. Leider muss man sich bei dieser begrenzten Anzahl an Tagen vorher wirklich Gedanken machen, was man unbedingt sehen will.

Zum Abschluss unserer Reise besuchten wir dann noch das Schloss Charlottenburg. Der Eintritt kostet 12 EUR und beinhaltet das Schloss, sowie das Mausoleum, das Schloss Belvedere und den neuen Pavillon. Fotos im Inneren sind nur erlaubt, wenn man eine Gebühr in Höhe von 3 EUR bezahlt. Audioguides sind kostenlos.

Unsere Meinung war, dass die Besichtigung zunächst stark angefangen hat und dann stark nachlies. Denn zu Beginn werden schöne und prachtvolle Räume präsentiert. Im weiteren Verlauf wird der Fokus eher auf ausgestellte Gemälde und Porzellan gerichtet. Für Kunstliebhaber sicher ein Erlebnis. Man muss natürlich auch sagen, dass das Schloss im Krieg ziemlich zerstört wurde, sodass gerade die Einrichtungsgegenstände größtenteils zerstört wurden.

Der neue Pavillon und das Schloss Belvedere ist auch wieder eher für Kunstliebhaber interessant. Hier finden sich eine Reihe von Gemälden und Porzellan. Aus Zeitgründen konnten wir uns das Mausoleum nicht mehr anschauen. Man muss dazu sagen, dass die Gebäude außerhab des Schlosses (außer der Pavillon) ziemlich weit auseinander liegen. Der Park ist recht groß und man läuft so ca. 15-20 Minuten bis zum Schloss Belvedere.

Ach ja… fast hätte ich es vergessen! Einen Tipp habe ich noch für Euch:
Wer früh morgens am Schloss ankommt und vorher noch etwas frühstücken möchte, sollte mal beim Café La Mouche vorbei schauen! Hier gibt es tolles Frühstück, eine wirklich leckere Mango-Quark-Creme und ein Bircher Müsli.

Wir haben uns für das deutsche Frühstück entschieden. Es gab Käse, Wurst, ein Ei und Brötchen. Das tolle ist, dass man weitere Brötchen kostenlos bekommt… solange bis die Käse- und Wurstplatte leer ist! 🙂

Die Rückfahrt ins Rheinland wurde dann leider durch unzählige Staus zur Strapaze. Die eigentliche Fahrtzeit von knapp 5 Stunden dauerte dann insgesamt 7 Stunden.

Aber als Fazit kann man festhalten, dass sich die Reise gelohnt hat. Berlin ist und bleibt eine der schönsten Städte Deutschland.

Ich hoffe, dass euch dieser Beitrag gefallen hat. Habt ihr vielleicht noch Geheimtipps? Was muss man sich in Berlin unbedingt anschauen?

Bis bald.

Eurer Fitness-Coach

  1. Wunderschöne Bilder. Berlin steht bei mir auch noch auf dem Programm. Habe nur noch keinen passenden Tag gefunden. Leider wird’s dieses Jahr nichts. Aber im nächsten Jahr ist es auf jeden Fall eingeplant 🙂
    Man merkt, dass euch der Kurztrip sehr bereichert und gut getan hat. Und mit dem Wetter hattet ihr auf jedenfall noch einmal die volle Ladung an Top-Spätsommer!

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