Beurer MG 800 - Faszien

Produkttest: Beurer MG 800 Fascia ReleaZer

Hallo liebe Leser,

viele leiden heutzutage unter Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen. Die Ursachen dafür können verschieden sein. Angefangen von Überanstrengung, einseitiger Belastung, bis hin zu Stress.  Die Folge sind schmerzende Verspannungen, verursacht durch beispielsweise verklebte oder verhärtete Faszien. 

Faszien sind feine, zähe bindegewebige Häute. Sie umhüllen die menschlichen Muskeln und grenzen einzelne Muskeln voneinander ab. Man kann sie sich vorstellen wie ein feinmaschiges Netz. Durch Fehlstellungen, Überbelastungen und Stress können diese Gewebestrukturen verkleben. 

Faszien verklebt

Um diese Verspannungen zu lösen, existieren heutzutage eine Vielzahl von Hilfsmitteln. Eines davon möchte ich euch heute vorstellen. Es handelt sich dabei um ein Faszienmassagegerät der Firma Beurer mit der Bezeichnung MG 800 Fascia-ReleaZer (Link zu Amazon.de). Ich habe dieses tolle Gerät zu Testzwecken zur Verfügung gestellt bekommen. Der folgende Bericht spiegelt aber meine ehrliche Meinung wieder.

Was ist das überhaupt für ein Gerät? Es handelt sich dabei um einen Massagestab mit Vibration. Dieser soll durch abwechselnde Druck- und Zugbelastungen die Geschmeidigkeit und Elastizität der Faszien wieder herstellen. Wir kennen dieses Prinzip bereits von Produkten wie den sogenannten Faszienrollen. Das besondere an diesem Gerät ist, dass zwei Vibrationsprogramme zugeschaltet werden können, die einen zusätzlichen Reiz ausüben. 

Das Produkt

Das MG 800 Fascia-ReleaZer ist, laut Hersteller, eine Weltneuheit, welche in der Physiotherapie bereits Anwendung findet. Mir war das Gerät bisher unbekannt. Auch in mehreren Physiotherapie-Praxen ist mir das Gerät bisher nicht aufgefallen. Daher war ich sehr gespannt auf die Wirksamkeit des Geräts. Das Gerät besitzt die Abmessungen 

60 cm x 5 cm x 3,7 cm

Es besitzt vier Anwendungsflächen und zwei auswählbare Vibrationsprogramme. Darauf gehe ich später noch ein. Das Gerät besitzt einen eingebauten Akku, der über die Steckdose oder per USB-Anschluss aufgeladen werden kann. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 11 Stunden und die Aufladephase ca. 2,5 Stunden.  Nach der Testphase kann ich diese Herstellerangabe weitestgehend bestätigen. 

Das Gerät wird mit einer Übungs-DVD, sowie einer Übungsübersicht in Papierform geliefert. 

Das Material

Der MG 800 besteht aus Massivholz (Walnussholz). Es fühlt sich angenehm glatt an und weist keine Rillen oder störende Kanten auf. Dadurch ist auch die Verwendung des Geräts mit einem pflanzlichen Massageöl möglich. Die Griffe an den Seiten bestehen aus Hartgummi und sind rutschfest. Die Griffigkeit wird zusätzlich durch hervorgehobene Rillen verstärkt.  An den Griffenden befinden sich Kunststoffkappen. An der Griffseite befindet sich der Ein- und Ausschalter, sowie der Anschluss für das Ladekabel. Der MG 800 macht insgesamt einen wirklich gut verarbeiteten und hochwertigen Eindruck. 

Die Anwendung

Wofür kann das Gerät nun verwendet werden?
Wie schon beschrieben, soll das Gerät die Geschmeidigkeit und Elastizität des Gewebes wieder herstellen. Durch die Druck- und Zugbelastungen und der zusätzlichen Vibration wird zudem die Durchblutung gesteigert. Es dient daher der Regeneration des Gewebes und der Steigerung der Beweglichkeit und Mobilität. 

Im Gegensatz zu Faszienrollen kann man mit diesem Gerät gezielter und intensiver die schmerzenden Bereiche ansteuern. Ich habe des öfteren Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule. Mit herkömmlichen Faszienrollen bin ich da immer wieder an die Grenzen gestoßen. 

Der MG 800 besteht aus insgesamt vier Anwendungsflächen; zwei unterschiedlich gewölbten glatten Flächen und zwei Kanten. So passt er sich individuell den anatomischen Eigenschaften des Körpers an. Gerade im Bereich des Nackens ist das von Vorteil. Hier kommt man mit den Kanten sehr gut zwischen die Wirbelkörper oder an den Schädelansatz. Mit Faszienrollen oder Bällen habe ich dies nie geschafft. 

Es gibt nun zwei Arten der Anwendung: die statische und die dynamische Anwendung.
Bei der statischen Anwendung bearbeitet man punktuell die schmerzenden Bereiche. Man übt etwa dreimal hintereinander gleichmäßigen Druck auf die entsprechende Stelle aus. Bei der dynamischen Anwendung ist das Ziel, die Faszien zu glätten. Bewegt man den Stab beispielsweise auf dem Oberschenkelmuskel schnell vor und zurück, bewirkt dies eine Massage der oberen Gewebestrukturen. Wird die Bewegung hingegen langsam ausgeführt, werden die tieferen Gewebestrukturen erreicht. 

Zusätzlich kann die Vibration eingeschaltet werden. Die erste Vibrationsstufe ist statisch, also eine gleichbleibende Vibration. Die zweite Stufe ist eine wellenförmige Vibration. Hier wird die Vibration abwechselnd stärker und schwächer. 

Wo kann das Gerät über verwendet werden?
Das Gerät ist geeignet für verschiedene Übungen/Anwendungen in folgenden Körperbereichen:

  • Unterkörper: Unterschenkel, Oberschenkel, Schienbein, Waden
  • Mittelkörper: Unterer Rücken, Gesäß
  • Oberkörper: Nacken, Ober- und Unterarm

Für den Nacken habe ich überwiegend die statische Anwendung, in Verbindung mit der statischen Vibration gewählt. Ebenso für den unteren Rücken, Gesäß, sowie Ober- und Unterarme. Für die Beine habe ich hingegen die dynamische Anwendung mit der dynamischen Vibration gewählt. Das fühlte sich für mich am besten und angenehmsten an. 

Die Anwendungsdauer sollte maximal 15 Minuten am Stück betragen. Das dient auch zum Schutz des Geräts vor Überhitzung. 

Anwendung Video

Anhand von Beschreibungen oder Fotos kann man sich die Handhabung des Geräts in der Praxis oftmals nicht so gut vorstellen. Die Firma Beurer hat aber, praktischerweise, ein Video online gestellt. Dieses möchte ich an dieser Stelle einfach mal teilen:

 Meine Erfahrungen

So, nachdem ich das Gerät und dessen Funktionen beschrieben habe, möchte ich nun  ein paar Worte zu meinen Erfahrungen verlieren. Aufgrund arbeitsbedingter Belastungen leide ich überwiegend unter Verspannungen im Bereich des Nackens, der Schulter, des unteren Rückens und des Gesäßes. Ich habe das Gerät nun knapp 6 Wochen getestet und die Übungen, wie unter dem Bereich „Anwendung“ beschrieben, durchgeführt. 

Die ersten Anwendungen waren recht schmerzhaft. Gerade im Bereich des Nackens, der naturbedingt sowieso sehr empfindlich ist. Ich habe daher zunächst mit statischer Druckbehandlung angefangen. Nach der ersten Woche (Anwendung alle zwei Tage) ließen die Schmerzen schon deutlich nach, sodass ich in der Folgezeit in die dynamische Anwendung wechseln konnte. Nach knapp 3-wöchiger Anwendungsdauer wurde die Beweglichkeit im Nacken, insbesondere die seitlichen Neigungsbewegungen des Kopfes spürbar besser. 

Im Bereich des Beckens (unterer Rücken und Gesäß) gab es mehrere schmerzende Punkte, die sich entlang des seitlichen Beckens bis zur Wirbelsäule befanden. Auch hier fand zunächst die statische  Druckbehandlung statt. Der Schmerz hier löste sich etwas später, so nach knapp zwei Wochen. Danach wurde es täglich besser und ich konnte mit der dynamischen Behandlung fortfahren. Nach bereits 4 Wochen war ich dem Bereich schmerzfrei. Ein toller Erfolg, wie ich finde.

Es ist natürlich klar, dass so ein Gerät kein Wundermittel ist. Nach Beendigung der Anwendungen kann es immer wieder passieren, dass die Faszien erneut verkleben / verhärten. Aber es ist gut zu wissen, dass man mit wenig Aufwand die Beschwerden schnell wieder beheben bzw. sogar vorbeugen kann. 

Das Gerät selbst ist auch nach der Testzeit in einem einwandfreien Zustand. Mir ist lediglich aufgefallen, dass das Gerät bei eingeschalteter Vibration irgendwo im Inneren klappert. Zu Beginn war dieses Klappern noch nicht vorhanden. Es verringert jedoch nicht die Leistung des Geräts und ich empfand es auch nicht als sonderlich störend. 

Der Preis

Wie heißt es so schön? Qualität hat ihren Preis. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei ca. 150 EUR. Es gibt den MG 800 aber teilweise noch etwas günstiger. Bei Amazon* kostet er zum Beispiel aktuell 130 EUR.  

Eines darf man aber nicht vergessen. Der Preis wirkt ganz schön hoch. Aber wenn man überlegt, was eine Anwendung beim Physiotherapeuten kostet. Das Gerät rentiert sich auf jeden Fall und man hat es immer zur Hand, wenn man mal wieder Schmerzen hat. Ich finde, dass sich die Investition in die eigene Gesundheit durchaus lohnt.

Fazit

Unterm Strich kann ich das Gerät nur empfehlen. Auch wenn der Preis hoch ist, so bekommt man dafür ein wirklich hochwertiges und effektives Gerät. Im Gegensatz zu Faszienrollen eignet sich der MG 800 für die gezielte Behandlung in sonst nur schwer behandelbaren Bereichen, wie z.B. der Nacken. Schon nach einer Anwendungsdauer von 1- 2 Wochen sind spürbare Erfolge zu verzeichnen. Ab einer Anwendungsdauer von ca. 4 Wochen war ich zum Beispiel im Rückenbereich schmerzfrei.

Falls ihr auch schon Erfahrungen mit dem MG 800 gemacht habt, würde ich mich über eure Meinung im Kommentarbereich freuen. Solltet ihr Fragen zum Gerät oder zur Anwendung haben, dürft ich mich natürlich auch gerne kontaktieren.

Ich hoffe, dass euch der Bericht gefallen hat. Über „Likes“ und Kommentare würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank 🙂

Bis bald

Gerry
Der Fitness-Coach


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