Übergewicht

Die Entstehung von Übergewicht

Jeder hat sich bestimmt schon einmal die Frage gestellt: Wie entsteht eigentlich Übergewicht?  Klar, wird man jetzt vielleicht sagen, man ißt einfach viel zu viel und viel zu ungesund. Aber vielleicht ernährt man sich ja gar nicht mal so schlecht, verzichtet auf Fast Food oder isst hin und wieder mal Süßes. Und trotzdem klappt es einfach nicht mit dem Wohlfühlgewicht.

Oft höre ich: Wenn ich Schokolade nur ansehe werde ich dick! 🙂

Aber wie entsteht Übergewicht eigentlich und wo genau liegt das Problem?

Ganz einfach ausgedrückt: Übergewicht entsteht durch ein Energiebilanzproblem!

Jeder Mensch hat einen individuellen Energie- und Kalorienbedarf. Er richtet sich unter anderem nach Faktoren wie Größe, Alter, Geschlecht usw. Auch die körperlichen Organe und die Muskulatur benötigen Energie.  Also ist der Bedarf auch abhängig von eurem Trainingszustand.

Den Energiegehalt eines Lebensmittels kann man in den zahlreich vorhandenen Kalorientabellen ablesen. In meiner Ausbildung wurde “Die große Nährwerttabelle” von GRÄFE & UNZER empfohlen. Sie bietet nicht nur einen guten Überblick über den Kaloriengehalt der Lebensmitteln, sondern auch über den Gehalt der einzelnen lebenswichtigen Nährstoffe. Die Tabelle gibt es zum Beispiel > hier bei Amazon.de <* und kostet 14,99 EUR.

Was versteht man nun unter dem Energiebedarf?

Der Energiebedarf ist die Menge an Energie, die den Energieverbrauch eines gesunden Menschen pro Tag deckt. Er ist natürlich abhängig von den bereits oben erwähnten Faktoren (Alter, Geschlecht usw.).

Der tägliche Energiebedarf setzt sich wie folgt zusammen:

  • Grundumsatzdazu gehört zum einen der Umsatz zur Aufrechterhaltung von Hirn-, Leber-, Herz-, Kreislauf- und Nierentätigkeit. Aber auch die Atmung. Und zum anderen die Wärmeproduktion des Körpers (in der Regel ca. 35/36 Grad). Es ist also der Bedarf den der Körper braucht, ohne das ihr irgendwas macht außer zum Beispiel entspannt auf dem Sofa zu liegen.
  • Arbeitsumsatzdas ist die Arbeit der Muskulatur. Je mehr Muskelmasse man hat, umso höher ist der Arbeitsumsatz. Nimmt man also zu, sinkt auch der Arbeitsumsatz. Hier sieht man mal wieder, wie wichtig auch Muskelaufbautraining ist. Auch für Frauen! Und keine Angst, ihr werdet nicht zum Hulk! 🙂 Dazu habe ich bereits etwas in dem Artikel “Info: Fitness-Mythen” geschrieben.
  • Freizeitumsatzdarunter versteht man die körperliche Aktivität. Sowohl während der Arbeit, als auch in der Freizeit. Also sitzende/stehende/körperliche Arbeit, Sportstudiobesuch in der Freizeit oder lieber auf der Couch liegen. Wer sich viel bewegt, verbrennt auch mehr Energie. Also lieber Treppe laufen, als Aufzug fahren. 🙂
  • Thermogenese nach dem Essen/Trinkennach dem Essen oder Trinken beginnt der Körper die Nahrung zu verdauen. Das nennt man auch Verbrennung. Er erzeugt dabei Wärme. Der Fachausdruck dafür ist Thermogenese. Diese ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Es gibt Menschen, die verbrennen auch zuviel zugeführte Kalorien ohne Probleme. Glückskinder, würde ich mal sagen. 🙂 Aber leider hat das Glück nicht jeder. Bei einigen werden diese Kalorien in den lästigen Fettpölsterchen gespeichert.
  • Energiebedarf für das Wachstumdieser Teil betrifft vorwiegend nur Säuglinge und Kindern. Während der Wachstumsphase ist der Energiebedarf um einiges höher.

Ich hoffe, dass das soweit verständlich war. Nun zurück zur Ausgangsfrage. Wie entsteht eigentlich Übergewicht?

Die Gewichtszunahme und somit auch das Übergewicht sind also zum einen die Folgen einer postiven Energiebilanz. Man führt also mehr Energie zu, als der Körper benötigt. Der Überschuss lagert sich in Form von Fettgewebe ab. Und zum anderen sind Gewichtszunahme und Übergewicht auf einen zu geringen Energieverbrauch zurückzuführen. Also weil man sich zu wenig bewegt.

Das ist natürlich alles vereinfacht ausgedrückt und trifft in der Regel auf einen gesunden Menschen zu. Es spielen aber noch Faktoren wie die persönliche Veranlagung eine Rolle. Auch nicht außer Acht lassen darf man psychische Faktoren. Stress, Ärger und Frust sind oft Auslöser für “Fressattacken”. Unsere lieben Medien tragen auch ihren Teil dazu bei. Mit Werbung werden wir quasi zum Konsum, auch von ungesunden Lebensmitteln, aufgefordert.

Das vorgenannte ist als Essverhaltensproblem zu anzusehen. Unser Essverhalten wird von drei Faktoren bestimmt:

  1. Außensteuerung
  2. Innensteueruung
  3. Kognitive Steuerung

Mit der Außensteuerung sind Umwelteinflüsse gemeint. Dazu gehört auch die familiäre Erziehung. Viele von uns sind mit deftiger Hausmannskost und dem üblichen Abendbrot aufgewachsen. Diese Riten behält man oft bei. Aber es hat sich gezeigt, dass gerade Brot am Abend gar nicht mal so gesund ist.

Äußere Einflüsse sind aber auch Werbeanzeigen, Werbespots, Kochzeitschriften usw. All diese Einflüsse beeinflussen auch unsere Innensteuerung. Darunter versteht man die Signale des Körpers. Sie bestimmen das Essverhalten. Besitzt man eine gut funktionierende Innensteuerung, erkennt man, wann man wirklich Hunger hat und vor allem wann man satt ist. Dazu gleich noch mehr.

Zuletzt noch kurz zu der kognitiven Steuerung. Das beinhaltet die persönlichen Einstellungen. Also was halte ich von der gesunden Ernährung, von Diäten usw. Aber auch, ob mir zum Beispiel defitge Mahlzeiten gefallen oder Süssigkeiten.

Noch einmal zurück zu der Innensteuerung. Wie bereits geschrieben, erkennt der Körper im Normalfall, wann man Hunger hat oder satt ist. Gerade bei beleibteren Personen funktioniert dies aber oft nicht. Sie reagieren beispielsweise zu sehr auf äußere Einflüsse. Sieht eine Mahlzeit allein schon lecker aus, erzeugt dies ein Hungergefühl. Und man fängt an zu essen, obwohl der Körper vielleicht zu dem Zeitpunkt gar nichts braucht. Auch stellt sich oft kein Sättigungsgefühl ein.

Warum ist das alles so?

Nun, das hat auch wieder mehrere Gründe. Oft wird der Grundstein dafür schon im Kindesalter gelegt. Kennt ihr das nicht auch? Iss deinen Teller leer oder morgen gibt es Regen.  Als Kind hat man dann Angst, dass es wirklich regnet und obwohl man keinen Hunger mehr hat, isst man den Teller leer.

Auch die oft eingesetzte Belohnung bei tollen Leistungen: Süssigkeiten. Wer kennt das nicht? Man freute sich, wenn man den leckeren Schokoriegel verputzen durfte. Die Folge aber ist, dass man mit der Schokolade ein Glücksgefühl verbindet. Bei Frust greift man dann schneller zu solchen Lebensmitteln.

Was kann man also tun?

Das Offensichtliche ist natürlich allen bekannt. Viel Bewegung, gesunde und ausgewogene Ernährung. Aber bei Störungen des Essverhaltens ist es auch extrem wichtig, dass man das Essverhalten umstellt. Das geht nicht von heute auf morgen und stellt einen längeren Lernprozess dar. Schließlich ist der Körper es gewöhnt zu bekommen was er verlangt. Er kämpft dagegegen an. In schwerwiegenden Fällen ist es daher nur zu empfehlen, sich einmal an einen Ernährungsberater zu wenden. Dort bekommt man einen langfristig ausgelegten Plan an die Hand und lernt Stück für Stück sein Essverhalten zu ändern.

Sollte euch das Thema interessieren, möchte ich hier kurz auf zwei weitere meiner Artikel hinweisen:

Ich hoffe, dass euch der Artikel gefallen hat. Bei Fragen stehe ich euch natürlich zur Verfügung. Liken, Kommentieren und teilen ist ausdrücklich erlaubt. 🙂
Bis bald

Gerry
Der Fitness-Coach


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